GEPLANTE GASTSPIELE IM VELVETS THEATER

Gastspiele  2026

SONAMBUL

Surreal – The Art of Mindreading

FR 17.04.2026, 20 Uhr

 

Herzlich Willkommen in der surrealen Welt von Roman Maria von Thurau und Vivian, in der Gedankenlesen möglich ist! In einem Dialog aus animierten Kurzfilmen und paranormalen Experimenten verbeugen sich die beiden Gedankenleser sowohl vor der Schönheit Berlins der Zwanziger Jahre als auch vor einer mystischen Kindheit in Brasilien.
 
 SURREAL ist ein überraschendes, verträumtes und höchst luzides Erlebnis! Er, ganz Gentleman, ist mit einem obsessiven Interesse an den Wundern des Gehirns und allen Aspekten der geheimen Künste versehen. Sie, nicht ganz von dieser Welt, wuchs in Brasilien auf, wo ihre Großmutter Dona Ellen sie in die Welt des Macumba und Candomblé einführte.
 SURREAL ist ein feines Eintauchen in das Unsagbare, das alles Lebendige umgibt. Ist das nun echte Telepathie oder nur eine Illusion?



ACHTSAM MORDEN

SA  25.04. 2026, 20 Uhr


Gastspiel der Mainzer Kammerspiele im Velvets Theater

Björn Diemel – erfolgreicher Strafverteidiger, gescheiterter Ehemann, bemühter Vater – wird von seiner Frau zu einem Achtsamkeits-Coaching verdonnert, um Work und Life endlich wieder in Balance zu bringen. Es ist seine letzte Chance, die Ehe und seiner innig geliebten Tochter Emily das intakte Zuhause zu retten.

Und die Sache mit dem bewussten Atmen und den Zeitinseln funktioniert sogar! Allerdings hat Dragan, Kopf eines Verbrechersyndikats und Björns wichtigster Mandant, keine Muße, Rücksicht auf solcherlei Befindlichkeiten zu nehmen. Er wurde nämlich gerade dabei gefilmt, wie er den engsten Vertrauten eines anderen Clanoberhauptes ins Nirwana befördert hat. Nun sind ihm Konkurrenz und Polizei auf den Fersen.

Als Ausweg bleibt Björn nur die Flucht in die extremsten Prinzipien der Achtsamkeit. 48 Stunden später hat er Dragan getötet und ein Stück weit zu sich selbst gefunden. Den nun anstehenden Problemen mit der Kanzlei, der Polizei, seiner Frau und der Mafia sieht er mit wertungsfreier Wahrnehmung gelassen entgegen. Wer hätte gedacht, dass sich die Prinzipien der Achtsamkeit wunderbar dazu eignen, ein Verbrechersyndikat zu führen?

„Spannung, ungebetene Ratschläge und Galgenhumor“ bescheinigte Jan Böhmermann dem Roman von Karsten Dusse. In der Bühnenbearbeitung rotieren die Darsteller*innen in über einem Dutzend Rollen und sind achtsam bemüht, der rasanten Geschichte entschleunigt auf den Fersen zu bleiben. So entsteht aus dem Aufeinandertreffen von Kriminalkomödie und Ratgeberliteratur eine humorexplosive Mischung aus Selbstfindung und Mordsvergnügen. 

„Regisseur Tom Peifer und seine Theatergruppe „aleph“ haben sich in den vergangenen Jahren an den Mainzer Kammerspielen zu Spezialisten in Sachen Boulevardtheater mit Anspruch gemausert, und so ist es kein Wunder, dass auch „Achtsam morden“ schlichtweg begeistert. Das liegt an den humoristischen Qualitäten der Vorlage, aber auch an einem Einfallsreichtum, der Staunen macht.“
Mathias Bischoff, FAZ